In Erinnerung

White Bull´s Ashley, geb. am 19.11.1995,

die uns Menschen in Liebe und Treue ergeben,
ging am 20.05.2005 um 16.45 Uhr ueber die

Regenbogenbruecke!

"Bis zum Beginn der Regenbogebruecke

habe ich deinen Weg begleitet,

war dir ein letztesmal so nah,

deinen letzten Atemzug gespuert -

er hat mich ein letztesmal warm und sanft beruehrt.

Ich werde dich nie vergessen!"

RG05/2005

*Blanc de Baviere* alias Bosley,

geb. am 04.03.1995 folgte seinen Mädels am
02.12.2005 über die Regenbogenbrücke!

Mein geliebter Bos´!

* Die Rueckkehr zur Regenbogenbruecke *

Ein kleiner Hund kam an der Regnbogen-Bruecke an und ein Rudel
von Hunden kam sofort zu ihm hingelaufen, um ihn zu

begruessen. Er war darauf gefasst, dass er nun angegriffen wuerde,
aber das war die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten.
Anstatt ihn zu beissen, kuessten sie ihn einfach. Es war
wunderschoen da und jeder war ganz lieb zu ihm. Keiner von
ihnen wurde in einer *Welpen-Fabrik* geboren, so wie er
damals, und dann als Kampfhund benutzt, um dann in der
Gosse zu sterben, weil er eine haessliche Promenadenmischung
war. Sie erklaerten, dass sie auf ihre Herrchen warten wuerden,
die sie so geliebt hatten.

Was IST Liebe?, fragte der kleine Hund und Gott lies ihn auf die
Erde zurueckkehren um das herauszufinden.

Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit den anderen
darauf, geboren zu werden. Aengstlich wartete er bis zu letzt,
als er dann an den Hinterfuessen herausgezogen wurde.
Unbehaarte Haende hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab.
Sie zeigten ihm, wo es einen warmen Schluck mit warmer Milch
gab. Er hatte nicht die Kraft dazu sich lange an der Zitze
festzuhalten. Seine Brueder und Schwestern waren weitaus
kraeftiger als er selbst und stiessen ihn zur Seite. Die
Menschenhand drueckte die anderen Welpenein wenig zur Seite
und hielten seinen Koerper, so konnte er trinken.

Aaaahhh.. so ist es besser! dachte er und trank, bis er erschoepft
war und zusammengekuschelt bei seiner Mutter eingeschlafen ist.
Ich erinnere mich genau daran sagte er erfreut. Zu dumm,
dass ich erwachsen werden musste und hinaus in die Kaelte und
Naesse musste um dort zu kaempfen und als Verliererhund
sterben musste. Ich erinnere mich, was es heisst ein Hund zu sein,
dachte er traurig.

Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte zu trinken,
aber er fiel immer wieder zur Seite weg. Wenn die anderen
vollgetrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt
und er konnte nur noch die Restmilch trinken, die die anderen
uebrig gelassen hatten. Die Menschenhand war nicht da, die
ihm geholfen hatte, dass er auch noch was abbekommen hatte,
die Zitzen waren immer schon leer, als er an der Reihe war.
Es war schon schwer genug, dass er aufstehen konnte. Er war
noch so klein und schmaechtig. Er fiel auf den Ruecken und
konnte sich nicht mehr aufrichten. So begann er zu schreien.

Sofort kam eine Menschenhand herbeigeeilt, sofort war
die Menschenhand wieder da und gab ihm einen Gumminippel
in den Mund. Es hat nicht so gut geschmeckt, wie die Milch der
Mutter, aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem
kleinen Magen. Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine
Lungen nicht voll entwickelt waren. Er hatte einfach zu lange
gebraucht um den anderen in die Gebaermutter zu folgen als er
die letzte Chance von der Regenbogenbruecke genommen hatte.

Er konnte den Herzschlag des Menschen spueren, der ihn
zugedeckt mit einem warmen, weichen Tuch auf den Bauch
genommen hatte. Das hielt seinen knochigen Koerper schoen warm
und die wiederkehrenden sanften Streicheleinheiten haben ihn sehr
beruhigt.

Er dachte wieder an seinen neuen Freund, der so lieb an der
Regenbogenbruecke zu ihm war und Gott fragte, ob er wohl
nochmals zurueck duerfte. Gott sagte: Ja, aber nicht jetzt.
Du wolltest erleben was Liebe ist. So wurde er fuer einige Stunden
(es kam ihm wie Tage vor, aber er wusste ja nicht was Zeit ist und
ja es war auch dunkel), gaben ihm die Menschen seine
Milcheinheiten und gaben ihm die Waerme und Liebe seiner Mutter
wieder.

Er wurde groesser und agiler und der Mensch nahm ihn immer
oefters aus dem Nest um bei ihm zu schlafen so lange er liebkost
und gekuesst wurde und er den Herzschlag hoeren konnte der fest
und lieb klang ...........

Dann kam Gott und fragte ihn: Bist du bereit zu uns
auf die Regenbogenbruecke zurueck zu kommen? Ja antwortete er,
mit einer kleinen Wehmut, weil der Mensch ihn nicht gehen lassen
wollte und zu weinen begann. Er liess die Luft aus seinen Lungen
und ging zurueck ueber die Regenbogenbruecke. Dort schaute er auf
den Menschen, der immer noch weinte und seinen Koerper in
Haenden hielt, den er sich fuer diesen Ausflug geborgt hatte.

Danke Gott, sagte er. Liebe ist WUNDERBAR und nun warte
ich auch an der Regenbogenbruecke auf den Menschen, um ihm
beim eintreffen zu sagen, dass ich ihn auch geliebt habe.

Von Joy LaCaille (Du hast die Erlaubnis diese Geschichte weiter zu geben,
aber lass bitte den Autor mit seiner Mailadresse als Anhang dabei!) eMail: lakai@iag.net